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ANLIEGEN DER UMGESTALTUNG Den Garten nutzbarer zu machen und mehr in die Haushalte und das Leben der Anwohner zu integrieren. Schaffen eines Ortes zum Lernen über natürliche Zusammenhänge und Abläufe, zum Experimentieren, Ausprobieren, Beobachten, Ausruhen.
Ausgangspunkt / gegeben Viel Grünmasse, wenig blühende Pflanzen, mittelgrosser und grosser Baumbestand, wenig Vielfalt (grosse Flächen mit Efeu bewachsen), gute Bodenqualität (humös, aber auch sandigere Gegenden mit Resten von Bauschutt, viele Regenwürmer), eher feucht, wenig direkter Lichteinfall, Häuser-Schlucht Situation, ruhige Lage, da nicht direkt an einer Strasse gelegen, mehrere Mietparteien (6 Erwachsene, 2-4 Kinder, 1 Hund) mit direktem Zugang, mehrere angrenzende Mietparteien
Vision Schaffen mehrerer Mikroklimazonen, um vielfältigere Pflanzen ansiedeln zu können Nutzung als Kräutergarten (Küchen- und Heilkräuter) Schaffen von Bewusstsein und Kenntnis einheimischer Pflanzen und Kräuter Höherer Freizeitwert und spannendere Erkundungs- und Erlebnisfläche für Kinder Integration des Gartens in den Haushalt (Kräuter, Beerenobst, evtl. Gemüse, Kompost) Grössere Tier- und Pflanzenvielfalt durch Schaffen von Lebensräumen und Überwinterungsmöglichkeiten Ort zum Lernen und Beobachten
Anspruch an die Unterhaltung des Gartens Der Garten muss in Umgestaltung und Unterhaltung möglichst wenig Energie- und Zeitaufwand benötigen. Der Garten muss widerstandsfähig und robust sein, da ständige Nutzung durch Anwohner mit Kindern und Hund.
Wichtige, persönliche Komponente der Umsetzung Bei der Umsetzung berücksichtige ich sehr eine Integration des Zeitfaktors, d.h. die Zeiteinteilung meiner Arbeit ist dynamisch und die Zeit, die natürliche Abläufe in Anspruch nehmen, wird in das Design eingeplant:
1. Dadurch schaffe ich ausserdem die Möglichkeit, die Umgestaltung des Gartens mit anderen Aktivitäten zu kombinieren. Ich schaffe Raum für das Entstehen neuer Ideen und das Lösen von Problemen. Ich passe mich dadurch mehr den Rythmen der Natur an.
2. Ich biete dem ‘System’ Garten, nach sorgfältiger Beobachtung, mehrere neue Komponenten mit jeweils mehreren Funktionen an. Durch die Selbstregulation des Systems werden mit der Zeit neue Kreisläufe und Zusammenhänge entstehen und es wird eine natürliche Auslese der Komponenten stattfinden. Durch die Integration der Anwohner in den Planungs- und Arbeitsprozess werden diese in der Lage sein, das ‘System’ zu unterhalten und eventuellen Problemen zu begegnen.
DIE PRAKTISCHE UMSETZUNG
Fragen Was ist vorhanden, das in das Design integriert oder eine Richtung des Designs angeben kann? Was ist in nächster Umgebung, das in den Garten integriert / für den Garten genutzt werden kann?
Im Garten vorhandene, vom Menschen nutzbare Pflanzen Kirsche, Holunder, Brennessel, Efeu, Farn, Löwenzahn, Scharbockskraut, Ehrenpreis
Aus Park / Umgebung angesiedelte Pflanzen, um die og Rubrik zu unterstützen Gundermann, Scharbockskraut, Geissfuß, Bärlauch, stinkender Storchenschnabel, Schöllkraut, Waldmeister, Lungenkraut, Huflattich, Johanniskraut, Buschwindröschen, Knoblauchrauke, Beinwell Calendula, Melisse, Rosmarin, Minze Johannisbeere, Stachelbeere Kartoffel, Pastinake (Rosmarin, Thymian, Oregano, Eisenkraut in Blumentöpfen auf der Südseite des Hauses Tomaten auf dem Dach)
Aus Umgebung genutztes Material Mutterboden / von Bauarbeiten in Nachbarschaft (Pflanzerde) Steine / Bauschutt (zum Bau von ‚Sonnenfalle’) Alte Fenster zum Bau eines einfachen Gewächshauses (für Anzucht- oder Salatbeet) Karton, Bastteppich (Mulchmaterial) Handwerkszeug von Nachbarn
Eingriffe in den Garten - Zurückschneiden der Holunder (mehr polarisiertes und direktes Sonnenlicht); Verwendung der Äste und Zweige zum Bau eines Komposts, als Mulchmaterial und als Überwinterungsmöglicheit für Kleintiere - Zurückschneiden des Efeus (mehr Fläche, die vielfältiger genutzt werden kann) - Bau eines kleinen Teiches mit Sonnenfalle (Schaffen von Mikroklimas und neuem Lebensraum, dadurch Möglichkeit der Ansiedelung verschiedener Pflanzen und Tierarten) - Anpflanzen / Ansiedeln verschiedener Pflanzen und dabei Integration der Anwohner / Kinder in Umgestaltungsprozess durch gemeinsames Arbeiten und Austausch
Evaluation Der Garten hat das Leben und die Lebendigkeit der Anwohner bereichert. Es wurde mehr Zeit draussen verbracht. Es wurde draussen gegessen. Die Kräuter wurden in der Küche verwendet. Der Kompost wurde benutzt und beobachtet. Vielfältigeres Tierleben (hauptsächlich Insekten und Vögel) hat sich angesiedelt. Das Problem war am Ende der ‚menschliche Faktor’, bzw die Mietstruktur (top-down durch Hausverwaltung): Da die Hausverwaltung den Wohnraum renovieren wollte, wurden gründe gesucht und gefunden, den Mietparteien im Erdgeschoss zu kündigen. Die Hausverwaltung bestand darauf, bei der Wohnungsübergabe, den Garten in seinem vorherigen Zustand zurückzuführen. Das hiess Zerstörung sämtlicher Pflanzen, Zuschütten der Wasserstelle, Wiederaufbringen der Betonplatten, einheitlicher Rasen.
Der Prozess
October 06
Januar 07
März 07
Anfang April 07
Mitte April 07
Middle of May 07
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